Mikrobio­manalyse

Bei der Mikrobiomanalyse muss man zuvor Stuhl zum Labor einschicken.

Dank der neuen Sequenzierungstechnik kann man heute deutlich mehr über die Stuhlzusammensetzung aussagen, als man es noch bis vor 5 Jahren konnte.

So kann man z.B. sehen, ob zuviel Fäulnisbakterien ihr Unwesen treiben,

der Candida Pilz überwuchert oder die fakultativ pathogenen  Amöben (z.B. Blastocystis hominins) plagen .

Ebenso kann man die Schleimschutzschicht ( Akkermansia muciniphilia/Faecalbaketrium prausnitzii) beurteilen. Ist diese deutlich vermindert oder nicht mehr vorhanden, liegen unsere Darmzellen ungeschützt im Darmlumen und gewisse Stuhlbestandteile können durch den Darm in die Lymphbahn/Blutbahn eindringen, wo sie eigentlich gar nicht hingehören. Leaky gut.

Häufig ist  dann auch noch die „Darmpolizei“ deutlich erniedrigt  ( Lactobacillen oder Bifidusbakterien) und dann weiss man schon, dass der Darm in Not ist.

Interessanterweise hat man bei einem Mangel an Bifidusbakterien häufig auch ein B Vitamin Mangel, da diese B Vitamine ( z.B. Folsäure) herstellen. Auch der Akkermansia stellt Vitamin B3 her.

Und warum der Darm die Stimmung beeinflusst, erklärt sich auch, wenn man weiss, dass manche Darmbakterien ( Bifidobakterium infantis) das Tryptophan (Vorstufe vom Glückshormon Serotonin) beeinflussen. Wenn dann auch noch die B Vitamine, Eisen  und Zink im Mangel sind veranschaulicht das folgende Bild gut, warum man dann manchmal depressiv, antriebs- und schlaflos ist.

Folsäure, Eisen                      Zink, Vitamin C,                         Vit B5

L-Tryptophan   ———————> 5 HTP———————> Serotonin————-> Melatoni

Calcium, B3                                 B6,Magnesium                             SAMe

Dadurch, dass Sie täglich andere Dinge essen verändert sich natürlich auch Ihr Mikrobiom.

Ca. 70% ihrer Darmbakterien haben aber eine beständige Anwesenheit , sodass man mit der Mikrobiomanalyse eine klare Richtunsgweisung hat. Nicht umsonst werden sämtliche Mikrobiomforschungen genau mit diesen m-RNA oder DNA Sequenzierungen durchgeführt.

Histaminosen:

Histaminunverträglichkeit geht einher mit Gesichtsrötung, Bauchschmerzen, Diarrhö,Hämorrhoiden, Perianalvenenthrombosen, Übelkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Blutdrucksenkung, Ängstlichkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit,verschlechtertes Atmen (Bronchokonstriktion) Tachykardien etc.

Dies kann auf Grund von angeborenen Histaminverarbeitungsprozessen vorliegen(selten), an einem Fehlen oder deutlichen Verringern der histaminabbauenden Enzyme (z.B. Diaminoxidase /DAO) und dem Fehlen der Co- Enzyme der DAO ( Zink, B6, Vit C).

Sind dann auch noch gewisse Fäulnisskeime im Darm deutlich übersiedelt ( Morganella, E. coli etc) kommt es zu einem Zuspitzen der Problematik.

Histaminarme Kost alleine hilft einem da häufig nicht weiter, sondern die multifaktorielle Herangehensweise:

  • Histamin binden,
  • DAO erhöhen (Coenzyme erhöhen)
  • Fäulniskeime reduzieren und Darm ins Gleichgewicht bringen