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Yogaübungen bei Verstopfung

Wer unter einem trägen Darm leidet, kennt das: Unwohlsein, Blähungen, das Gefühl, innerlich blockiert zu sein. Was viele überrascht – nicht nur Ernährung oder Nährstoffmängel spielen hier eine Rolle. Auch der Bewegungsmangel hat direkten Einfluss auf unsere Verdauung. Genau hier setzt Yoga an.

In einer sanften Sequenz zeigt das Video „Yogaübungen für den Darm“ einfache, aber wirkungsvolle Übungen, die die Verdauung anregen, Spannung aus dem Bauchraum nehmen und das Nervensystem beruhigen. Wir haben die wichtigsten Elemente für Sie zusammengefasst – zum Nachmachen zu Hause.

Publiziert am
Yoga bei Verstopfung Nutricum Darmgesundheit

Bewegung für die Verdauung

Übung in der Übersicht

1. Atmen – und den Bauch mitbewegen

Zu Beginn der Sequenz steht das bewusste Atmen im Mittelpunkt. Denn: Jeder Atemzug, der tief in den Bauch geht, wirkt wie eine sanfte Massage für den Darm. Das hilft dem vegetativen Nervensystem, aus dem „Stress-Modus“ auszusteigen – einer der häufigsten Auslöser für Verdauungsstörungen.

Tipp: Legen Sie im Sitzen beide Hände auf den Bauch. Spüren Sie, wie sich die Bauchdecke bei jedem Einatmen hebt – und beim Ausatmen wieder senkt. Fünf tiefe Atemzüge reichen oft schon, um innerlich ruhiger zu werden.

2. Katze-Kuh: Bewegung für Rücken und Bauch

Im Vierfüsslerstand geht’s weiter mit dem sogenannten Katze-Kuh-Fluss. Dabei wechseln sich ein sanftes Hohlkreuz und ein runder Rücken ab. Das bringt Mobilität in die Wirbelsäule – und weckt den Bauchbereich sanft auf.

So geht’s:

•Beim Einatmen: Rücken durchhängen lassen, Blick leicht anheben (Kuh).

•Beim Ausatmen: Rücken wölben, Bauchnabel nach innen ziehen, Kopf locker hängen lassen (Katze).

Diese dynamische Übung aktiviert Bauchmuskeln, fördert die Durchblutung – und bringt den Stoffwechsel in Gang.

3. Vorbeugen und Drehen: Entgiften durch Bewegung

Besonders wohltuend für den Darm sind leichte Drehhaltungen. Sie fördern die Durchblutung der Bauchorgane und helfen dabei, Spannungen und Luftansammlungen zu lösen. In der Sequenz werden einfache Seitbeugen im Stehen sowie eine sanfte Drehung im Sitzen gezeigt.

Wichtig: Drehen Sie sich nie „hart“ in die Position hinein. Beginnen Sie mit einer langen Wirbelsäule und drehen Sie sich dann sanft aus der Mitte heraus – begleitet von tiefer Atmung.

4. Malasana (Yogahocke): Natürlich entleeren

Die Yogahocke ist eine der effektivsten Positionen bei Verstopfung. Sie öffnet die Hüften, entlastet den Beckenboden und bringt die Verdauungsorgane in eine optimale Position für die Darmentleerung. Viele Kulturen kennen diese Haltung seit Jahrhunderten – beim Yoga wird sie bewusst genutzt.

Unser Tipp: Falls Ihre Fersen den Boden nicht berühren, setzen Sie sich auf einen Yogablock oder ein paar Bücher. Hände vor der Brust zusammenlegen, Ellenbogen gegen die Knie drücken – und tief atmen.

5. Entspannung zum Abschluss: Savasana

Nach der Bewegung folgt die Ruhe. In der Endentspannung liegt der Fokus auf Loslassen – körperlich wie mental. Gerade bei funktionellen Verdauungsstörungen (wie Reizdarm) ist dieser letzte Schritt essenziell. Denn: Ein entspannter Körper verdaut besser.

Gönnen Sie sich ein paar Minuten im Liegen. Beine mattenbreit geöffnet, Arme leicht zur Seite, Handflächen nach oben. Bleiben Sie so lange liegen, wie es sich gut anfühlt.

Yoga kann mehr als nur dehnen

Fazit

Diese sanften Übungen können eine wertvolle Ergänzung zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden sein – egal, ob als präventive Routine oder unterstützend bei Reizdarm und Verstopfung.

Wenn Sie regelmässig unter Darmproblemen leiden, lohnt sich aber auch ein tieferer Blick: Mikrobiom, Nährstoffe, Lebensstil – all das wirkt zusammen. In unserer Praxis verbinden wir moderne Darmdiagnostik mit individuellen Therapieplänen – und zeigen Ihnen, was Ihrem Darm wirklich guttut.