Dr. med. Wiebke Decking

„Ich hatte schon mehrere Darmspiegelungen und weiterführende Untersuchungen, aber mein Arzt hat mir gesagt, mein Darm sei in Ordnung. Ich hätte einen Reizdarm, da kann man nicht viel machen“.

Das sind die häufigsten Sätze, die ich in den letzten Jahren in der proktologischen Sprechstunde gehört habe. Zusätzlich gab es dann natürlich Probleme mit Hämorrhoiden, Fissuren, Reizdarm oder Stuhlinkontinenzen etc. Als Proktochirurgin gab es für mich also immer einiges zu tun. Die Hämorrhoiden oder die chronische Fissur konnte ich wegoperieren, das eigentliche Problem hatte aber damit keiner gelöst. Im schlechtesten Fall kam es dann im Verlauf zu deutlich verzögerten Wundheilungen, da bei chronischen Diarrhöen oder starken Vitamin- und Mineralstoffmangel Wunden am After deutlich schlechter heilen.

Es musste ein anderer Therapieansatz gefunden werden.

Da ich mich schon seit Jahren zu den Themen Nährstoffmedizin und Darmökologie fortbildete (2021 machte ich noch meinen Ernährungsmediziner), lag es auf der Hand, dass ich vielen Patienten ein Nährstofflabor und eine Mikrobiomanalyse oder einen SIBO Test (Dünndarmfehlbesiedelung) empfahl, um nach Befundaufnahme dann eine passende Therapie mit ihnen zu beginnen.

Letzendlich fehlte dann noch die Psyche oder das Unterbewusstsein, da nicht alle Darmprobleme auf Mangelerscheinungen, Ernährung oder Fehlbesiedelungen zurück zu führen sind. Häufig sind die Probleme multifaktoriell.

Das Zusammenarbeiten mit Hypnosetherapeuten, Psychologen und Osteopathen war hier manchmal genauso wichtig, wie die Arbeit am Darm.

Der Therapieansatz lautete:

  • Darmsarnierung
  • Nährstoffmangelausgleich
  • Ernährungsumstellung
  • Arbeit an Psyche/Unterbewusstsein
  • ggf. Operation
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Die Idee liess sich nicht in den Klinikalltag einbauen, sodass ich mich letztendlich für eine eigene Praxis entschloss. Der ganzheitliche und kausale Ansatz machte auch mich als Therapeutin deutlich zufriedener, da ich während meiner Zeit in der Proktochirurgie immer mehr das Gefühl hatte, an der falschen Stelle anzusetzen. Anstatt die „Trümmer“ weg zu räumen, wollte ich noch lieber präventiv tätig sein.

So entstand die Idee von nutricum. Ich hoffe heute, dass meine Idee und somit auch unser Team schnell wächst und zu einem Zentrum der Darmgesundheit wird.

Ich freue mich auf unser Wachstum, sodass wir Ihnen in Zukunft die grösstmögliche Bandbreite der Darmheilkunde anbieten können.